Meine Libe zum Pragser Wildsee - Anton Schwingshackl ( 1901 – 1987)
Einer der größten Bewunderer des Pragser Wildsee, der seine Liebe in Worte fasste, war wohl Anton Schwingshackl, ehemaliger Pfarrer von St. Veit in Prags.
„Wenn ich von ihm lese, werde ich aufmerksam, Wenn ich über ihn schreibe, überstürzt mich meine Phantasie. Er ist der erste, den ich sah von allen Bergseen – noch war ich ein Knabe – er wird der letzte sein, den ich vergesse. Der Pragser Wildsee ist so schön, so vielfältig und allseits schön; er ist so abwechselnd in seinen Reizen, dass ihn keine Reklame je wird schildern können, so wie er wirklich ist. Kein Fotograph wird ein annähernd vollkommenes Bild davon machen.
Ich habe den See bewundert zu jeder Tages- und Nachtzeit. Ungezählte Male umschritt ich seine Ufer auf dem bekannten Steige, von wo man ihn Meter für Meter anders sieht. Mit dem Boot bin ich auf ihm herumgerudert, habe alle seine Winkel erforscht und in alle Buchten gelandet. Im Hochsommer lag ich Leib an Lieb in seinem prickelnden Wassern. Im Winter, wenn er fest gefroren unter weicher oder harter Schneedecke lag, überspurte ich ihn auf Skiern. So wurde ich sein Freund, und wie ich immer hoffte, ere auch der meine. Konnte es noch ein Geheimnis geben, das ich nicht kannte. Doch! Ein Bergsee hat immer noch Geheimnisse, die niemand ergründet. Denn wenn einer Schönheit, sie es eine schöne Blume, sei es ein schöner Mensch, sei es ein Berg, eine Landschaft, ein See, kein Geheimnis mehr bleibt, ist die Schönheit nicht mehr halb so schön.“
Sommerfrische am Pragser Wildsee hat Tradition. Das sanfte Erleben der Natur, das Entdecken des Sees und Berge und die kulinarische Genüsse waren schon damals ein unvergessliches Erlebnis, als Urlaub noch „Sommerfrische“ hieß. Und so kommt es nicht selten vor, dass die erholungsbedürftigen Gäste von heute die urlaubshungrige Kinder von damals sind.
Kennen Sie das Gefühl? Es ist plötzlich leise. So leise, dass es einen richtig bewusst wird. So leise, dass man nichts hört. Außer Stille. Die Ohren und man selber müssen sich erst wieder daran gewöhnen. Aber keine Sorge, das geht ganz schnell. So schnell, dass man die Stille nicht missen möchte. Sie wird nur unterbrochen.
Hier geht es laiser zu, aber auch langsamer, genüsslicher, alles in allem intensiver. Man dringt in einen lebensbereich ein, den man als Urlaubsgast nichrt mehr oft erleben kann. Hier stimmen die Rahmenbedingungen sowie die Einstellung der Gastgeber für einen unvergesslichen Urlaubesaufenthalt.
Die Pragser Dolomiten sind ein ausgesprochenes Wandergebiet. Aussichtsreiche und leichte Touren wie z. B. Seerundgang ca. 1 Std. sowie anstrengende Touren, Seekofels (2810 m) ca.5 Std. Aufstieg starten von hier.
Auch nutzen unsere Hotelgäste den Aufenthalt am See um Ausflüge im Hochpusteral zu unternehmen. Für jeden Geschmack gibt es reizvolle Ziele: Drei Zinnen, Plätzwiese, Misurina, Cortina, Fischleintal, Antholz, Tauferer Wasserfälle etc. Auch für Kinder ist mit Attraktionen gesorgt.
Abends, wenn hier wieder die Ruhe einkehrt ist, können Sie die Stille dieses Ortes genießen um Energie vor dem Altagsstress zu tanken.
Im Vorgangenen Sommer konnten wir einen besonderes Gast hier in unserem Hotel willkommen Heißen und zwar Terence Hill den den aus Film und Fernsehen bekannten Darsteller.
Hauptschauplatz dieser aufwendigen Produktion ist der Pragser Wildess. Die zwölfteilige italienische Fernsehserie „Un passo dal cielo“, wurde im Auftrag vom RAIUNO, von der römischen Produktionsfirma Lux Vide produziert.
In der Serie spielt Terence Hill die Hauptrolle. Er verkörpert einen Forstbeamten namens Pietro, der versucht,im Einklang mit der Natur zu leben. Weitere Rollen wurden mit der bekannten Opernsängerin Katia Riccarelliund Francesco Salvi besetzt.
Die Geschichten, die erzählt werden, vereinen das Genre Abenteuer mit der märchenhaften Naturkulisseder Dolomiten, insbesondere des Pragser Wildsees. Detektivfilm und Komödie, Dramen und Geschichtenum Liebe und Freundschaft, Geheimnisse aus der Vergangenheit, eine Gegenüberstellung von Natur, Tieren und Menschen, die mit spannenden Erzählungen zusammengehalten werden.
Die Kapelle des Hotels zählt zu den schönsten Motiven am Pragser Wildsee. In ihrer Bauweise ist sie genauso wie das Hotel ganz den Bergen angepasst.
Die Kapelle entstand nach den Plänen des Architekten Otto Schmid, der auch das Hotel plante. Sie wurde als Privatkapelle der Familie Hellenstainer errichtet und war für den Kirchgang der Hotelgästebestimmt. Ihre Weihe erfolgte am 3. Juli 1945
Das kleine Gotteshaus, in dem die Schmerzhafte Muttergottes verehrt wird, wurde nach der Ankunftder Sippen- und Sonderhäftlinge am Pragser Wildsee zum Mittelpunkt eines bewegenden Geschehens.
Am 1. Mai 1945 standen die befreiten Gefangenen hier zum ersten Mal wieder in der Freiheit, betendund Lebenshoffnung schöpfend, bei der Maiandacht vor dem Altar. Frey von Hassell, die Tochter deshingerichteten Botschafters Ulrich von Hassell, berichtet darüberin ihren Erinnerungen an die Haftzeit in der Gewalt der SS:
"Domkapitular Neuhäusler, der in Dachau zu uns gestossen war, wollte eine Messe in der neben dem Hotel gelegenden Kapelle lesen. In seiner schlichten, ergreifenden Predigt dankte er Gott für seinen Schutz und unsere wunderbare Rettung. Diese kleine Bergkapelle fernab vom Rest der Welt war genau der richtige Ort für einen Dankgottesdienst, einen Dank, den wir alle zutieftst empfanden."