Meine Liebe zum Pragser Wildsee – Anton Schwingshackl (* 1901 – † 1987)
Einer der größten Bewunderer des Pragser Wildsees, der seine Liebe in Worte fasste, war wohl Anton Schwingshackl, ehemaliger Pfarrer von St. Veit in Prags.
„Wenn ich von ihm lese, werde ich aufmerksam, Wenn ich über ihn schreibe, überstürzt mich meine
Phantasie. Er ist der erste, den ich sah von allen Bergseen – noch war ich ein Knabe – er wird der letzte
sein, den ich vergesse. Der Pragser Wildsee ist so schön, so vielfältig und allseits schön; er ist so
abwechselnd in seinen Reizen, dass ihn keine Reklame je wird schildern können, so wie er wirklich ist.
Kein Fotograph wird ein annähernd vollkommenes Bild davon machen.
Ich habe den See bewundert zu jeder Tages- und Nachtzeit. Ungezählte Male umschritt ich seine Ufer auf
dem bekannten Steige, von wo man ihn Meter für Meter anders sieht. Mit dem Boot bin ich auf
ihm herumgerudert, habe alle seine Winkel erforscht und in allen Buchten gelandet. Im Hochsommer lag
ich Leib an Leib in seinem prickelnden Wassern. Im Winter, wenn er fest gefroren unter weicher oder
harter Schneedecke lag, überspurte ich ihn auf Skiern. So wurde ich sein Freund, und wie ich immer hoffte,
er auch der meine. Konnte es noch ein Geheimnis geben, das ich nicht kannte. Doch! Ein Bergsee hat immer
noch Geheimnisse, die niemand ergründet. Denn wenn einer Schönheit, sei es eine schöne Blume, sei es
ein schöner Mensch, sei es ein Berg, eine Landschaft, ein See, kein Geheimnis mehr bleibt, ist die Schön-
Am Ende des Zweiten Weltkriegs, ist die SS entschlossen, mit allen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen,
noch eine Wende vor der drohende Niederlage des NS-Regimes herbeizuführen. Dabei macht sie auch vor
dem Plan nicht halt, prominente Häftlinge aus den Konzentrationslagern als Geiseln für Verhandlungen mit
den Westalliierten ins Spiel zu bringen.
Auf Befehl vom SS-Obergruppenführer Dr. Ernst Kaltenbrunner werden die Geiseln aus verschiedenen Konzentrationslagern, die sich zum Teil jahrelang in der Gewalt der SS befunden habe, zunächst im KZ
Dachau zusammengezogen und dann nach Süden verlegt.
Insgesamt 139 Häftlinge aus 17 Ländern Europas sind am 28 April 1945, begleitet von einem
schwer bewaffneten Wachkommando der SS und des SD, in Niederdorf im Hochpustertal eingetroffen.
Zwei Tage danach werden sie von Soldaten der Deutschen Wehrmacht befreit und ins Hotel „Pragser
Wildsee“ gebracht, wo der Leidensweg der SS-Geiseln durch halb Europa endet.
€ 14,80
110 Jahre Hotel „Pragser Wildsee“ -Die Geschichte eines Grandhotels in den Dolomiten
Zum 110-jährigen Bestehen des Hotels „Pragser Wildsee“ im Juli 2009 publiziert das „Zeitgeschichts
Archiv Pragser Wildsee“ ein Buch mit der Gesamtgeschichte des Hotels sowie dem damit eng verknüpften
Leben der Hotelgründerin, Frau Emma Hellenstainer, und deren Familie. Gleichzeitig verbindet das Buch die
Geschichte des Hotels mit der Südtiroler Zeitgeschichte.
Das Werk beschreibt nicht nur die Gründungsgeschichte des Hotels, sondern auch den Weg des Hauses
durch das ganze Jahrhundert.
Des Weiteren zeichnet das Buch den Lebensweg und das Lebenswerk der berühmten „Frau Emma“ Hellenstainer sowie deren Nachkommen. Sohn Eduard, Besitzer des Pragser Wildsees und erfolgreichter Geschäftsmann, Hermann und Josefine Hellenstainer, Besitzer des Hotels „Emma“ in Meran,sowie Emma Heiss-Hellenstainer, Besitzerin des Hotel „Elephant“ in Brixen.
€ 35,00
Die Bücher sind hier erhältlich und können auch über E-Mail bestellt werden.